Glück

In der Philpsophie:

Bereits im antiken Rom zählte der Universalgelehrte Varro nicht weniger als 288 verschiedene Vorstellungen darüber, was Glück sein könnte. Und weil Glück und Philosophie schon seit der Antike aufs Engste miteinander verbunden sind, versucht die Philosophie seit Langem, Ordnung in dieses Chaos zu bringen und die Glücksvorstellungen zusammenzufassen und auf verschiedene Typen zu reduzieren. Dabei hat sich herausgestellt, dass die meisten individuellen Glücksvorstellungen und persönlichen Interpretationen einfach nur verschiedene Spielarten von drei philosophischen grundlegenden Glückstheorien sind.

 

In der Spirituallität:

Religiöse und spirituell lebende Menschen sind glücklicher, das zeigen Umfragen und Vergleiche mit anderen Gruppen. Über die Gründe dafür gibt es verschiedene Spekulationen.

Zum einen scheint die Überzeugung, den (richtigen) Glauben gefunden zu haben glücklich machen; daneben führt die Einbindung in eine Gemeinschaft zu positiven Gefühlen. Diese Effekte zeigen sich bei Christen genauso wie bei anderen Religionen.

Spiritualität, definiert als "Verbundenheit mit der Natur, den Menschen und einem höheren Wesen" führt ebenfalls zu Glück.

 

In der Psychologie

Psychologen kehren der traditionellen Erforschung negativer Gefühle den Rücken zu und beschäftigen sich zunehmend mit dem Positiven. Die wichtigste, noch relativ junge Forschungsrichtung ist die Positive Psychologie. Dort wird untersucht, wie positive Emotionen entstehen, wie diese den Charakter formen und welche Rahmenbedingungen in der Gesellschaft positive Charakterzüge unterstützen.

Die drei philosophischen Glückstheorien

Die drei großen Glückstheorien haben ganz unterschiedliche Antworten auf die Frage, wie du glücklicher werden kannst. Da stellt sich natürlich die Frage: Wer hat Recht, was ist Glück denn nun wirklich, wer hat das beste Glücksrezept? Aktuell ist hier keine Einigkeit zu erkennen. Für die Frage, wie du selbst glücklicher wirst, sollten wir uns mit allen drei Glückstheorien beschäftigen:

       > Wie kann ich mein Leben noch mehr genießen? (Hedonismus)

       > Wie kann ich meine wichtigsten Ziele erreichen und auf dem Weg zum Ziel eine gute Zeit haben? (Zieltheorie)  

       > Und wie kann ich mir mehr objektive Güter aneignen? (Gütertheorie)

Hedonismus

Glück ist die kombination aus möglichst viel Genuss und möglichst wenig Schmerz und Verzicht.

Suche also möglichst viele genußmomente auf und vermeide Schmerz und Verzicht wo es geht.

Zieltheorie

Glück heißt seine Ziele zu erreichen und dabei möglichst viel Spaß zu haben.

Setz dir wertvolle Ziele undmach dir auf dem Weg dorthin eine gute Zeit

Gütertheorie

Glück besteht im Besitz von objektiven Gütern wie Gesundheit, Liebe, Freiheit usw.

Sammle möglichst viele objektive Güter

Spirtituelles Glück

Spiritualität, definiert als "Verbundenheit mit der Natur, den Menschen und einem höheren Wesen" führt ebenfalls zu Glück.

Weitere Gründe, warum Religion und Spiritualität glücklich machen könnten darin liegen, dass religiöse und spirituelle Menschen häufiger in ihr Leben Praktiken integrieren, die ihrerseits Glück fördern, nämlich uneigennütziges (altruistisches) Handeln, Vergeben und Verzeihen, Dankbar sein oder auch Meditieren. All das sind Glücksquellen, die zum Beispiel auch in der Positive Psychologie als glücksfördernd propagiert werden.

 

Psychologisches Glückstraining fürs Gehirn.

"Auf die Dauer nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an", sagte der römische Kaiser Marc Aurel. Das stimmt auch, wenn es ums Glück geht. Wer die Welt mit positiven Augen sieht, sich häufiger das Schöne im Leben bewusst macht, ist glücklicher.

Aber auch Menschen, die eher griesgrämig durchs Leben gehen, können lernen, ihr Gehirn auf "Glück" umzuprogrammieren. Denn gute Gefühle sind kein Zufall, sondern die Antwort unseres Gehirns und Körpers auf einen Reiz.

Gezielt Situationen und Erlebnisse zu suchen, die man als schön und positiv empfindet, macht auf Dauer glücklich. Für die einen ist das Sport, für die anderen Zusammensein mit Freunden, Kochen oder Reisen. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg, glücklicher zu werden.

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